Schlaf im Alter – was sich wirklich verändert und was nicht


Tatsächlich verändert sich unser Schlaf im Laufe des Lebens. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass er schlechter wird. Vielmehr schläft der Körper anders und braucht manchmal neue Voraussetzungen, um sich optimal erholen zu können.
Mit dem Alter verschieben sich die Strukturen unseres Schlafs:
Die Folge:
Viele ältere Menschen schlafen früher ein, wachen nachts schneller auf und holen tagsüber mit längeren Ruhepausen nach, was wiederum den Nachtschlaf beeinträchtigen kann.

Die gute Nachricht: Wir können sehr viel tun, um auch im Alter erholsam zu schlafen. Oft sind es kleine, aber konsequente Anpassungen, die den Unterschied machen.
1. Aktive Tagesgestaltung
Bewegung an der frischen Luft, soziale Kontakte oder kreative Tätigkeiten steigern den natürlichen Schlafdruck.
2. Kurzer Mittagsschlaf – nicht länger als 20 Minuten
Ein Powernap ist erlaubt, sollte aber nicht in einen Tiefschlaf übergehen, da dies die Nacht durcheinanderbringt.
3. Abendrituale
Ruhige Abläufe wie Tee, Atemübungen oder sanfte Musik signalisieren dem Gehirn: Jetzt ist Schlafenszeit.
4. Feste Schlafenszeiten
Ein regelmässiger Rhythmus unterstützt die innere Uhr – gerade im Alter ein entscheidender Faktor.
5. Passende Schlafumgebung
Dunkelheit unterstützt die natürliche Ausschüttung von Melatonin und erleichtert so das Einschlafen. Ein ergonomisch angepasstes Bett und eine ruhige Atmosphäre schaffen zusätzlich gute Voraussetzungen für einen erholsamen Schlaf.
6. Gedankenhygiene
Nicht einschlafen zu können, ist kein Grund zur Sorge. Gelassenheit entlastet das Nervensystem – Druck hingegen verschlechtert den Schlaf.


Daniela Zimmermann
Geschäftsinhaberin
Zertifizierte Liege- und Schlaftherapeutin
kontakt@creativa-schlafcenter.ch